Einfach Kunstblut drauf und fertig. Ne, im Ernst, ein richtig gut Geschminkter NSC, ob es ein verwundeter Peter Plot oder ein dahinwelkender Zombie ist macht immer viel her und schafft Ambiente. Im Handel gibt es zahlreiche Latexapplikationen von unterschiedlichster Qualität. Auch Matrizen zum Selbergießen von Wunden hab ich schon in der Hand gehabt.
Wenns aber eine Wunde sein soll, die auf den Plot abgestimmt ist, sowas wie ein “Zorro Zeichen” das der Oberbösewicht jedem Gefangenen in die Haut ritzt, dann muss man schon kreativ werden. Alles was man dazu braucht, ist, eine x-beliebige Modeliermasse (ich nehme dafür einen speziellen Ton auf Ölbasis), etwas Gibs, Latex (vorzugsweise in Hautfarbe) und Talkum Puder.
Zuerst macht man den Prototypen der Wunde. Vorsicht, dass sie nicht zu groß wird, grade wenn sie ins Gesicht soll. Ich beginne immer mit einem kleinen Fladen.
Anschließend wird die gewünschte Wunde modelliert.
Die Ränder ein wenig ausfransen und Hautstrucktur hinzufügen. Fertig.
Um das ganze kommt ein Rahmen, als Vorbereitung für das Abformen.
Ein kleiner Tip, bevor der Gibs in die Form gegossen wird: Den Rohling vorsichtig mit einem Pinsel mit ein wenig Wasser und Spülmittel befeuchten. Das bricht die Oberflächenspannung und der Abguss wird genauer.
Der Gibs sollte eine sehr suppige Konsistenz haben. Zuerst den Rohling vorsichtig mit einem Pinsel mit dem Gibs einstreichen, dann den Rest hineingießen.
Jetzt ist Geduld gefragt, die Form braucht mindestens 24 Stunden zum trocknen. Erst wenn der Gibs wirklich weiß ist, sollte er aus der Form genommen werden.
Sobald der Prototyp vorsichtig aus der Form genommen wurde, kann man mit der Produktion anfangen. Es gibt zwei Techniken, die ich empfehlen kann. Entweder gießt man die Form mit Latex aus, wartet 3 – 5 Minuten (je nach gewünschter Dicke), gießt den überschüssigen Latex ab und läßt die Form noch ein paar Minuten trocknen, bevor man die Applikation aus der Form entnimmt.
Bei der anderen Technik sprüht man den Latex mit einem Airbrush in die Form, solange bis die gewünschte Dicke erreicht ist. Latex kann man ohne weiteres mit Wasser mischen zum Sprühen.
Nach dem Entnehmen aus der Form sollte die Applikation noch eine Weile trocknen. Danach sollte sie mit ein wenig Talkum eingepudert werden, damit sie nicht mehr verklebt. Ab hier ist es Geschmackssache, ob die Applikation gleich bemalt wird, oder erst nach dem Aufkleben auf die Haut überschminkt wird.
Eine einfachere Methode ist die Latex-Tempo Methode. Dafür wird von einem Taschentuch eine Laage entfernt und mit Latex auf die Haut geklebt. Kurz antrocknen lassen, dann das Taschentuch aufreißen und zu den Wundrändern hin aufrollen. Die Wunde mit ein wenig Kunstblut verfeinern… fertig.
Hier ein kleines Tutorialvideo dazu:
How To Make A Fake Wound — powered by ExpertVillage.com
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