10 Jun

Statt dem traditionellem telnaroner Adelstag gab es in diesem Jahr “nur” ein Sommerfest der Minne. Aber wie wir es von Veranstaltungen im schönen Lande Telnaron gewohnt sind, hat sich auch dieses Jahr die weite Reise gelohnt und es war wie immer ein Highlight!

Telnaron

Auf der schönen Freusburg fanden wir ein Fest mit mehrgängigem Bankett, einen Ball (wie auch beim letzten Adelstag ein Maskenball) mit Live Musik und einige Spiele, die auf angenehme Art und Weise die übrige Zeit in Kurzweil verwandelt haben.

Der Einladung des Marquis de Charpentier sind leider nicht so viele gefolgt, wie es zu hoffen war. Aber auch im kleinen Kreise und trotz sommerlichem Dauerregen war es ein sehr gelungenes Fest.

Wie immer begann der Freitag Abend nach dem Abendessen (ein reichhaltiges Buffet) damit, dass der Major Domus die Anwesenden dem Gastgeber vorstellte.  Dieser, eher steif-formaler, Teil des Abends wurde dadurch beendet, dass Adrienne de Sardonique uns eröffnete, was sie für den morgigen Tag vorbereitet hatte: ein Wettstreit der Minne.

Doch sollte dieser Wettstreit so ablaufen, dass es nicht zu unnötigen Konkurrenzkämpfen kommen würde. So waren die Regeln sehr einfach. Für jedes gewonnene Spiel würde man einen oder mehrere Steine erhalten und am Ende des Tages konnte man die errungenen Steine in eine von zwei Schalen legen; entweder in die des Prince de Satre oder in die des Prince de Vil.

Derjenige, dieser beiden hohen Herren, der am Ende die meisten Steine errungen hatte, würde zum Sieger des Minnewettstreites erklärt werden.

Minnespiele Teil 1

minnegedichtAm Samstag Vormittag begannen die Minnespiele. Und was für ein Fest der Minne wäre es, wenn die hohen Herren (und auch ein paar Damen) sich nicht in der Kunst des Dichtens versucht hätten? Um diese Aufgabe ein wenig zu erschweren, galt es, einige vorgegebene Worte in die Verse mit einzuflechten. Und so sah man den ganzen Vormittag die Herren grübelnd über Pergament gebeugt.

murmelspiel

Aber nicht nur Gedichte wurden geschrieben, es galt auch, andere Spiele zu gewinnen. So Beispielsweise hatte Adrienne de Sardonique eine kristallene Schale voller Rätsel vorbereitet und man sah auch Damen, die sich voller Begeisterung dem Murmelspiel hingaben.

Festbankett

bankett-3Auch das Festbankett stand ganz unter dem Stern der Minne. So zierten die Tische Porzellanene Nachbildungen des Froschkönigs und so mancher konnte ein kleines Stück Pergament mit ein paar Versen in seiner Serviette finden.

Selbst das Menu war passend zu dem Thema gewählt. Um den Froschkönig zu Ehren ließ der Marquis de Charpentier einzig grüne Speisen reichen.

So funkelte ein grüner Aperitiv in kristallenen Kelchen und diese Farbe zog sich durch die gesamte Speisefolge hindurch. Lediglich das Dessert – süße Erdbeeren mit Schokolade – war nicht in Grüntönen gehalten.

bankett-2

In den Pausen zwischen den einzelnen Gängen trugen die Dichter ihre Werke vor. Auch wenn sich alle ausgesprochen geziert hatten und ihrem Gedicht jeweil eine kleine Ansprache vorweggeschickt hatten, dass das ihr sich gewiss nicht mit den vorangegangenen messen könnte, ist es wohl keinem möglich gewesen, eines von ihnen als das beste zu wählen.

Minnespiele Teil 2

Nach dem Bankett zogen sich wohl die meisten zurück, um nach dem oppulenten Mahl ein wenig zu Ruhen, da leider der ständige Regen den üblichen Spaziergang vereitelte.

Am späteren Nachmittag erfreute uns Adrienne de Sardonique mit neuen Rätseln und neuen Spielen, wie unter anderem Geschicklichkeitsaufgaben.

Der Ball

spielleuteAuch wenn schon am Freitag Abend die tanzwütigen Telnaroner sich nicht ruhig halten konnten und auf Musik von unsichtbaren Barden zurück greifen mussten, standen wieder alle voller Erwartung im Saal, sobald die Musikanten ihre Instrumente stimmten.

ball-2Der Boden des Saales offenbarte zwar einige Schwierigkeiten (er scheint mit jedem Jahr glatter zu werden), doch war das noch lange kein Grund, mit weniger Schwung und Elan zu tanzen. Eine Besonderheit in Telnaron ist, dass kaum eine Dame am Rand der Tanzfläche zusehen muss, wenn sie dies nicht wünscht, da sich immer ein Herr findet, der sie zum Tanze führt.

Im Laufe des Abends wurde auch der Sieger des Minnewettstreites bekannt gegeben und tatsächlich hatten beide Herren die gleiche Zahl an Steinen errungen. Also musste der Sieger durch ein letztes Spiel ermittelt werden.
Dazu erwählte jeder der beiden Herren eine Herzdame und ließ sich die Augen verbinden. Die Aufgabe war es, die Dame aus neun weiteren allein durch einen Handkuss zu erkennen…

Der Sieger des Wettstreites der Minne, Prince de Vil, verehrte den Anwesenden zur Feier seines Sieges noch ein weiteres Gedicht.

taverne

Aber auch, nachdem die Musik verklungen war und sich einige zurückgezogen hatten, war das Fest noch nicht vorbei, denn – ohne auf Stand und Namen zu achten – fand sich der Adel in der Taverne wieder, um dem Fest dort einen ausgelassenen Abschluss zu verleihen.

Ich hoffe sehr, dass Telnaron im nächsten Jahr mehr Gäste aufweisen kann! Mein Liebster und ich werden auf jeden Fall wieder dort sein.

LG
Katharina



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2 Responses to “Telnaron – Sommerfest der Minne”
  1. Herrmann vuz [Graven-]Reuth sagt:

    Sehr schöner Bericht; ich kann mich dem nur anschliessen. Gibt es noch mehr Bilder?

  2. admin sagt:

    Mehr bilder gibts im Fotoalbum

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