Im letzten Beitrag habe ich beschrieben, wie das Amulett modelliert wurde. Hier möchte ich jetzt zeigen, wie ich es vergoldet habe. Zum vergolden verwende ich Schlagmetall aus dem einfachen Grund, weil es billiger ist als Blattgold. Schlagmetall und den dazugehörigen Kleber bekommt man im gut sortierten Bastellgeschäft. Das von mir verwendete Schlagmetall ist dünngewalztes Messing. Die einzelnen Blättchen sind so dünn, dass sie durchsichtig sind, wenn man sie gegen das Licht hält. Das Zeug ist so dünn, dass es schon beim Anschauen reißt. Man sollte es nicht mit bloßen Fingern anfassen und beim Verarbeiten die Luft anhalten.
Als Hilfsmittel verwende ich Pinsel von unterschiedlicher Größe und Stärke. Die weichen Pinsel sind zum Auftragen des Metalls, die groben zum Glattstreichen.
Im ersten Schritt wird das Amulett aus Fimo mit dem Kleber bestrichen. Angeblich kann man als Kleber auch normalen Holzleim verwenden, ich verwende aber einen Spezialkleber den ich zusammen mit dem Schlagmetall-Booklet gekauft habe.
Der Kleber muss ca. 15 Minuten trocknen. Danach ist die Oberfläche des Werkstücks leicht klebrig. Wo kein Kleber aufgetragen wurde, wird später auch kein Blattgold haften, daher ist es wichtig keine Stelle auszulassen.
Nach dem Trocknen habe ich ersteinmal großflächig das Schlagmetall auf das Amulett gelegt und vorsichtig mit einem weichen Pinsel glattgestrichen. Durch die Form des Amuletts ist es nicht möglich hier alles abzudecken. Danach wurden die Oberflächen mit einem groben Pinsel “poliert”.
Mit kleinen Fetzen werden die offenen Stellen belegt und wieder glattgestrichen.
Die letzten kleinen Stellen kaschiere ich mit Goldfarbe.
So, fast fertig. Fehlt noch eine Halterung und ein passendes Band. Dazu mehr im nächsten Teil.
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