20 Aug

Dieses kleine Projekt habe ich durchgeführt, weil meine Frau für einen NSC Charakter unbedingt einen ins Fleisch eingewachsenen Glasstein benötigte. Das ganze sollte nach Möglichkeit auch noch leuchten. Also hab ich mich hingesetzt und hab erstmal einen Klumpen “Chavant” Modelierton genommen der den gleichen Umfang hat, wie der Unterarm meiner Frau.

Chavant

Auf diesen Rohling habe ich zuerst einmal den Glastein gesetzt, der später eingebettet sein soll.

Chavant mit Glastein

Dann begann ich damit, das “Fleisch um den Stein herum zu modellieren. Dafür habe immer kleine Tonstückchen genommen, die ich Schicht für Schicht übereinander gelegt habe, wie man im folgenden Bild sieht.

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Als genug Ton aufgetragen wurde, habe ich mit dem Modellierwerkzeug das ganze ersteinmal geglättet. Wichtig beim Modellieren ist, dass man immer den richtigen Schritt zur richtigen Zeit macht. Man sollte also erst mit dem Glätten beginnen, wenn man an allen Stellen damit fertig ist, Ton aufzutragen. Erst mit der Textur beginnen, wenn alle Stellen geglättet sind etc. Man erspart sich viel Frust und Ärger, wenn man sich an diese einfachen Regeln hält.

Chavant geglättet

Im nächsten Schritt habe ich damit begonnen Wunden und Risse um den Stein herum zu modellieren. Die Wunden habe ich mit dem normalen “Loop Tool” vorbereitet und anschließend mit einem Cutter-Messer scharfe Kanten und Details ausgearbeitet.

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Soweit so gut. Jetzt war mein Rohling bereit um eine Gussform zu erstellen. Ursprünglich wollte ich eine einfache Gibsform machen, aber da ich auch nach längerer Suche meinen Gibs nicht fand (wahrscheinlich war er einfach nur aufgebraucht…) habe ich mich für eine andere Technik entschlossen. Glücklicherweise hatte ich noch eine größere Menge Formenbau Silikon im Haus. Der nachteil am Silikon ist, dass es um ein vielfaches teuerer ist, als Gibs. Der Pluspunkt ist, dass man beliebig viele Abgüsse mit Latex machen kann, ohne das die Qualität der Form und damit der Abgüße schlechter wird. Silikon bietet sich also für die Massenproduktion an. In meinem Fall will ich keine Massenproduktion meiner Applikation machen, aber ich hatte das Silikon schon mehrere Jahre im Haus und wollte es endlich einmal ausprobieren. Bevor ich mit dem Gießen beginnen konnte, wusch ich meinen Rohling noch mit ein wenig Wasser und Spülmittel ab. Das bricht die Oberflächenspannung und man bekommt jedes Detail ohne Lufteinschlüsse in die Form.

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Mein Silikon ist ein zwei Komponenten System das zu gleichen Teilen vermischt wird. Wichtig dabei ist, dass die beiden Flüssigkeiten gut miteinander verrührt werden müssen. Ich habe ca. 4 Minuten gerührt. Macht man das nicht, dann wird das Silikon niemals hart. Ich habe zuerst nur eine kleine Menge angerührt und mit einem Pinsel alle Details meiner Vorlage vorsichtig mit dem Silikon bedeckt.

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Als äußere Form für den Guss verwendete ich eine Plastikbox, wie man sie in einem schwedischen Möbelhaus bekommt. Gut bei dieser Box ist, dass man die Kammern mit Zwischenwänden verkleinern kann. Ich rührte eine größere Menge Silikon an und goß es in die Form, bis der höchste Punkt meiner Vorlage ca. 1cm dick bedeckt war.

Silikon

Ich ließ das Silikon eine gute Stunde aushärten. Es hätte zwar weit weniger Zeit gebraucht, aber ich wollte ganz sicher gehen. Das entformen ging ganz Leicht und der Rohling wurde, anders als es in Gibsformen oft der Fall ist, kaum beschädigt. Wichtig nach dem Entformen ist, dass die Form gründlich gereinigt wird, da sonst an den Stellen, an denen noch Tonreste vorhanden sind, das Latex nicht richtig haftet und genau an dieser Stelle dann die Latexapplikation beim Entformen reißt.

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Jetzt musste ich nur noch Latex in die Form gießen, einige Minuten aushärten lassen, dann den Rest abgießen und die entstandene Applikation trocknen lassen. Leider sind mir an dieser Stelle die Akkus der Digitalkamera ausgegangen und wir mussten dann auch gleich los zum Con. Ich werde aber Bilder vom Endergebnis nachliefern.

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Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim nachmachen!

Weiter gehts mit Teil 2: Gelafix Applikation mit der Gussform herstellen

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One Response to “Silikongußform für Latexapplikationen”
  1. [...] Artikel über das Schminken von Brandwunden oder Narben mit Gelafix oder Gelatine geschrieben. In diesem Artikel habe ich beschrieben, wie ich eine Form aus Silikon für eine Latexapplikation gemacht habe. Leider [...]

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