5 Okt

Ich habe ja bereits einige Artikel über das Schminken von Brandwunden oder Narben mit Gelafix oder Gelatine geschrieben. In diesem Artikel habe ich beschrieben, wie ich eine Form aus Silikon für eine Latexapplikation gemacht habe. Leider war ich mit der Latexapplikation etwas unzufrieden, darum habe ich nach einer anderen Lösung gesucht. In einem Buch für Maskenbildner habe ich gelesen, wie Zombiemasken aus Gelatine gemacht werden und wollte diese Technik einmal für die Brandwunde ausprobieren. Also habe ich die Silikonform wieder rausgekramt, das Gelafix aus dem Schminkkoffer geholt und einen Topf heißes Wasser aufgesetzt.

Im Wasserbad wurde das Gelafix erwärmt bis es richtig schön flüssig war. P1070216
Danach habe ich die Plastiktüte in eine leere Tasse gestellt und aufgeschnitten. Mit einem breiten Pinsel habe ich dann vorsichtig in mehreren Schichten das Gelafix in die Form gestrichen.
Gelafix in Silikonform

Da diese Applikation ja einen Glasstein beinhaltet, habe ich diesen gleich mit in die Applikation mit eingebaut. Weils mal wieder schnell gehen musste, habe ich, als genug Gelafis in der Form war, die Form zum Abkühlen in den Kühlschrank gestellt. 15 Minuten später war die Masse soweit abgekühlt, dass ich sie aus der Form nehmen konnte.
Bei der ersten Anprobe sah das Ganze schonmal ganz gut aus.

Brandwunde aus Gelafix

Um den Glasstein herum habe ich mit einer Schere vorsichtig die Wundränder etwas zerfleddert. Die Applikation wurde mit ein wenig Mastix auf dem Arm fixiert, danach habe ich mit hautfarbenem Latex den Übergang zwischen Haut und Applikation geebnet.

Mit roter und schwarzer Wasserschninke wurden die Verbrennungen bemalt. Zuerst deckend mit Rot und anschließend leicht mit schwarz die Hervorhebungen akzentuiert. Mit einem feinen Pinsel habe ich anschließend noch hervortretende Adern gemalt. Auf die Verwendung von Kunstblut habe ich hier verzichtet, da es eine ältere Wunde ist, die nicht mehr Blutet. Verbrennung

Abschließend wurde dann alles noch mit dem passenden Hautton überschminkt. Hierbei ist es mir leider nicht gelungen den Rand unsichtbar zu machen, da ich vergessen habe das Latex vor dem Schminken mit Talkum abzupudern (bzw. weil ich kein Talkum zur Hand hatte). Dadurch blieb der Rand am Ende doch sichtbar, was nicht gut für die komplette Illusion einer Brandwunde war. Beim nächsten mal wird es dann besser.

fertige Brandwunde

Die Applikation hat das ganze Wochenende ohne Probleme gehalten von Freitag Abend bis Sonntag Abend. Sie war sehr Angenehm zu tragen und läßt sich auch wiederverwenden. Sollte sie einmal kaputt gehen, kann man das Gelafix einfach wieder einschmelzen und wieder neu in die Form pinseln. Ich bin so sehr überzeugt von diesem Material, dass ich zukünftig meine Applikationen nur noch aus diesem Material machen werde und nicht mehr aus Latex.

Ich wünsche euch wie immer viel Spaß und Erfolg beim nachmachen.

Weiter gehts mit Teil 3: Die Wunde schminken



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2 Responses to “Brandwunden Applikation aus Gelafix selber machen”
  1. [...] habe einen Artikel über die Anwendung von Gelafix-Gelatine geschrieben und einen weiteren, wie man das Ganze auch noch schön [...]

  2. [...] Weiter gehts mit Teil 2: Gelafix Applikation mit der Gussform herstellen [...]

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