
Wohl jeder, der seine Gewandung selbst näht, weiß, wie sehr eine Borte eine schlichte Tunika aufwerten kann. Besonders schön ist es natürlich, wenn man die mühsam genähte Gewandung mit keiner gekaufte (womöglich noch mit grässlich glitzernden Lycrafäden) sondern einer selbst gewebten Borte verziert.
Dazu bieten sich zwei Techniken an: Das Kammweben oder das Brettchenweben.
Brettchenborten sind stabil, man kann sie also nicht nur verwenden, um seine Gewandung zu verzieren, sie gibt auch noch einen wundervollen Gürtel oder den Trageriemen einer Tasche ab, um nur ein paar Verwendungsmöglichkeiten zu nennen.

Zum Weben brauch man eigentlich nicht viel: Garn, ein fester Gürtel und – o Wunder – die Brettchen.
Natürlich kann man Brettchen aus Holz oder Metall kaufen, aber die sind leider nicht unbedingt preiswert, auch wenn sich die Anschaffung lohnt, sobald man der Brettchenwebsucht verfallen ist. Für die erste Borte aber kann man sie sich auch ganz einfach selbst basteln.
Ein Webbrettchen hat eine Kantenlänge von etwa 5 cm, abgerundete Ecken und vier Löcher. Man kann sie ohne weiteres aus fester Pappe (zum Beispiel Spielkarten) oder, was ich bevorzuge, dem steifen Plastik von Frühstückunterlagen oder Kunstmappen herstellen.
Hier ist eine Anleitung zur Herstellung einfacher Brettchen.
Selbstverständlich kann man für die Borten jedes nur erdenkliche Material von Seide über Leinen bis hin zu Wolle verwenden, aber für die ersten Borten reicht handelsübliches Häkelgarn vollkommen aus. Es ist leicht zu verarbeiten, in vielen Farben erhältlich und günstig.

Bis ich es geschafft habe, eine eigene Anleitung zu erstellen, sind hier die Links zu den Seiten, mit denen ich mir das Brettchenweben beigebracht habe.
Flinkhand
Wir Weben
Creadoo
Steinmaus
Viel Spaß beim Weben!
LG Kathi
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[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von The Seventh Dice, Niko Wuehr erwähnt. Niko Wuehr sagte: Kathi hat einen interessanten Artikel übers Brettchenweben geschrieben: http://tinyurl.com/y9uck5l [...]