Das Thema Larp rückt immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit und da ist es nicht verwunderlich, dass unser Hobby auch den Weg in die Kinos findet. Zuletzt in dem Streifen “Vorbilder” der auf witzige Art und Weise doch die typischen Archetypen des Liverollenspiels darstellte, kommt nun aus Kanada ein Film, der einen eher ernsteren Hintergrund hat.
Erik, der nichts mit Fantasy zu tun hat, verliert seine Freundin Lyn ans Liverollenspiel. Mit der Hilfe seines Bruders Bjorn, der einen Wikinger Anführer darstellt, unternimmt er den Versuch seine Freundin zurück zu bekommen und stolpert dadurch in die Welt des Larp. Die Spieler lassen sich jedoch von der Szenerie so hinreißen, dass aus dem Spiel blutiger Ernst wird…
Die Story des Films stößt sicher vielen Larpern sauer auf, denn da werden genau die Vorurteile geschürt, die wir über Jahre versucht haben aus der Welt zu schaffen. Auf der anderen Seite kann man keinen Thriller produzieren wenn man nur Blümchen-Larp zeigt. In einem Interview auf Larpsource berichtet der Autor, dass diese Kontroversen beabsichtigt sind und zu Diskussionen anregen sollen. Er findet das Liverollenspiel toll und möchte es der breiten Öffentlichkeit präsentieren. Der größte Teil des Films wurde auf dem Gelände einer kanadischen LARP Kampagne namens Bicolline gedreht und es finden sich auch Szenen aus echten LARP Schlachten im Film. Der Autor erzählt auch einige witzige Anekdoten vom Dreh, so wurden z.B. Barden für den Film mit Larpmünzen bezahlt.
In jedem Fall sind die Requisiten und Kostüme sehr schön anzusehen: da könnte sich so mancher Fantasy-Film eine Scheibe von diesem Low-Budget Film abschneiden. Man sieht hier auch, wie die echt die Calimacil Waffen im Fackelschein aussehen. Als ich den Trailer zum ersten mal sah, kam mir am Anfang nicht in den Sinn, dass es sich um Larp Waffen handelt.
Derzeit wird der Film auf der Berlinale 2010 gezeigt, mal schaun ob er es noch in ein Kino in der Nähe schafft. Gestoßen bin ich auf den Film über das Feuerbach-Blog.
Update: Hab noch einen kurzen Clip zum Making of gefunden.
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Der Trailer sieht wirklich sehr interessant aus und ich glaube auch, dass der Film gut ist (will ihn auf jeden Fall sehen).
Allerdings nervt er mich jetzt schon, weil ich mir nur wegen dem Trailer einiges anhören musste. Und das aufgrund der Aussage, dass ich auf meiner letzten Con wirklich Schwierigkeiten hatte, meinen Charakter zu spielen, weil ich immer wieder in die Gewohnheiten meines Hauptcharas verfallen bin. Für mich ist es absolut verständlich, dass man Anlaufschwierigkeiten bei einem Chara hat, den man eigentlich auf Eis gelegt hat und sich nicht mehr mit ihm beschäftigt.
Dass ich mich aber wegen diesem Film für solche Aussagen lange rechtfertigen muss und das auch noch einem anderen Larper gegenüber, irritiert mich dann schon.
Wenn schon Larper so reagieren, wie ist es dann bei denen, die von vorn herein eine eher skeptische Haltung zum Larp einnehmen?
[...] „Erik, der nichts mit Fantasy zu tun hat, verliert seine Freundin Lyn ans Liverollenspiel. Mit der Hilfe seines Bruders Bjorn, der einen Wikinger Anführer darstellt, unternimmt er den Versuch seine Freundin zurück zu bekommen und stolpert dadurch in die Welt des Larp. Die Spieler lassen sich jedoch von der Szenerie so hinreißen, dass aus dem Spiel blutiger Ernst wird…“ (Quelle: Traumzwirn) [...]
Zur Info: Der Film wird heuer wohl auch auf dem Fantasy Filmfest gezeigt.
http://www.fantasyfilmfest.com
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