17 Apr

Beim Aufräumen habe ich mein halb genähtes Banner gefunden und mich spontan entschlossen, dass es wichtigere Dinge gibt, als das Chaos zu beseitigen.

Schritt 3 – Details

Da ich den groben Aufbau ja schon fertig habe (genaue Beschreibung: Banner – Teil 1), kann ich mich jetzt um die Details kümmern. Mein Jungfernadler braucht Haare, eine Krone und natürlich ein Gesicht.

Die langen schwarzen Haare habe ich mit schwarzem Nähgarn im Satinstich auf das Banner genäht. Was sich in der Theorie als gute Idee angehört hatte, hat sich leider als eine sehr zeitaufwendige Arbeit mit einem nicht zufrieden stellenden Ergebnis herausgestellt. Es gibt halt doch immer störende Zwischenräume zwischen den einzelnen Nähten, an denen der Stoff durchscheint. Mit ein paar goldenen Ziernähten und schwarzer Stofffarbe lässt sich das aber verbessern.

Das nächste Mal werde ich mir allerdings etwas anderes für die Haare einfallen lassen müssen, da ich diese gestickte Version nicht unbedingt optimal finde.

Nachdem ich mich schon mit den Haaren so geplagt habe, habe ich mich gegen ein gesticktes Gesicht entschieden und es statt dessen aufgemalt.

Zu guter Letzt die Krone. In meinem ganzen Stofflager habe ich kein einziges Stückchen Fahnentuch in Gelb gefunden und ich wollte auch nicht unbedingt deswegen noch etwas kaufen. Also improvisieren: Aus den Tiefen einer Kiste habe ich dann doch noch etwas passendes ziehen können und so besteht die Krone jetzt aus einem Stoffrest in einem blassen Senfgelb. Um den doch eher hässlichen Farbton auszugleichen, bin ich mit einer dünnen Schicht goldener Stofffarbe darüber gegangen. Ich muss zugeben, das Ergebnis hat mich angenehm überrascht! Allerdings sollte ich in Zukunft keinen schwarzen Unterfaden für diese Stickereien verwenden. Da man es aber nur sieht, wenn man ganz, ganz nahe ran kommt, kann ich dieses Mal damit leben.

Schritt 4 – Fransen und Schlaufen

Obwohl dieses Banner wahrscheinlich die meiste Zeit in unserer Wohnung an der Wand hängen wird, will ich es natürlich irgendwann vor meinem Zelt stehen haben. Durch die ganzen Stickereien und aufgenähten Applikationen ist die Rückseite leider alles andere als schön. Also nähe ich noch einmal grünen und weißen Stoff so zusammen , dass ich den Bannergrund noch einmal habe (allerdings ohne Wellenmuster).

Die beiden Stoffteile werden jetzt an drei Seiten zusammengenäht, so dass ich einen überdimensionalen Beutel bekomme. Das klingt leichter, als es ist. Bei so großen Stoffstücken – vor allem wenn sie jeweils nicht aus einem Stück bestehen – verziehen sich die beiden Teile leider oft so, dass ein Teil Falten wirft. Man kommt also nicht drum herum, das ganze erst zu bügeln und dann fest zu stecken. Bei diesem Arbeitsschritt lieber zu viele Nadeln verwenden, als zuwenige, oder sich doch dazu durchringen, beide Teile erst mal mit der Hand aufeinander zu heften.

Einige kleinere Falten kann man im Nachhinein noch mit der Fransenborte ausgleichen.

Jetzt hat man einen riesen-Beutel mit Fransen, aber noch kein Banner. Da müssen jetzt noch Schlaufen dran. Dazu  habe ich aus den Resten des grünen Stoffes 7 Rechtecke ausgeschnitten und sie zu Schläuchen zusammen genäht. Diese Schläuche werden anschließend so gebügelt, dass die Naht in der Mitte ist, da sie sonst ungleichmäßig aussehen würden.

Selbstverständlich kann man die Schlaufen auch aus jeweils 2 Stoffstücken machen oder noch zusätzlich eine Fake-Naht einbauen, aber ich bin faul und habe mich für die einfachste Version entschieden.

Diese Schlaufen werden jetzt in die noch offene Seite des Banners gesteckt und das ganze dann mit der letzten Naht zusammen genäht.

Der Teil des Banners, für den man eine Nähmaschine benötigt ist hiermit abgeschlossen. Jetzt brauche ich nur noch eine passende Bannerstange…

.

.

.

.

LG Kathi

Related posts:

  1. Banner – Teil 1
  2. WIP – NSC Rüstung Teil 1
  3. Drachenschuppenrüstung Teil 1
  4. Abentreurer Gewandung – Magierin (Teil 1: Einleitung)
  5. Modeliermassen Teil 2: Fimo

Leave a Reply